Erste Hilfe 2018-09-05T09:54:28+00:00

Sofort-Hilfe im Strafrecht

Schnelle, kostenlose Informationen für Betroffene von Strafverfahren und deren Angehörige. 

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Beratung / Beauftragung

Strafverfahren sind eine große Belastung und oftmals mit schwerwiegenden rechtlichen, aber vor allem auch privaten Konsequenzen verbunden. Daher empfiehlt es sich dringend alsbald spezialisierten Rat einzuholen, um verfahrensentscheidende Nachteile zu verhindern!

Da aber – ähnlich wie beim Arzt – Vertrauen, Kompetenz und der persönliche Eindruck auch beim Anwalt essentiell für eine Beauftragung sind, beraten wir Sie unverbindlich zu den rechtlichen Möglichkeiten, dem weiteren Vorgehen und etwaigen Kosten im Falle einer Beauftragung.

Kontaktieren Sie uns hierzu jederzeit per Mail an anwalt@verteidigung-strafrecht.de oder telefonisch unter +49 (89) 89 08 44-89

In Notfällen erreichen Sie uns unter Tel. 0151 / 21 33 33 34

Auch ohne Beauftragung oder vor einer etwaigen Mandatierung ist es jederzeit möglich, ein ausführliches anwaltliches Beratungsgespräch in Anspruch zu nehmen.

Denn zum einen beraten wir auch präventiv oder zu Sachverhalten die (noch) kein Strafverfahren zum Gegenstand haben, zum anderen wollen Sie möglicherweise rechtliche Fragen, Optionen und Strategien vorab klären oder sich zunächst ein erstes Bild von unserem Leistungsspektrum und unserer Expertise vor einer Beauftragung machen.

Persönliche Beratung, Telefon oder Email?

Für die ausführliche Beratung zu strafrechtlichen Anliegen empfiehlt sich in der Regel eine persönliche Beratung. Nicht nur lässt sich Vieles einfacher erklären, wenn man sich im persönlichen Gespräch gegenübersitzt und/oder wichtige Unterlagen gemeinsam sichten kann, vor allem müssen Sie sich im Hinblick auf den sensiblen Bereich des Strafrechtes bei einem Vier-Augen-Gespräch weniger Gedanken machen.

Gleichwohl ist natürlich auch eine telefonische Beratung oder auch die Kommunikation via E-Mail jederzeit möglich. Kontaktieren Sie uns hierzu jederzeit per Mail an anwalt@verteidigung-strafrecht.de oder telefonisch unter +49 (89) 89 08 44-89In Notfällen erreichen Sie uns unter Tel. 0151 / 21 33 33 34

Wenn es um grundlegende Entscheidungen geht, will man nicht selten einen zweiten fachlichen Rat. So wird etwa die Entscheidung eines ärztlichen Eingriffs je nach Risiko und Intensität immer häufiger von der Zweitmeinung eines weiteren Mediziners abhängig gemacht. Da im Strafrecht vergleichsweise viel, wenn nicht sogar in manchen Fällen Alles auf dem Spiel steht, bieten wir auch hier Rechtssuchenden eine unabhängige Einschätzung und Expertise an, ohne gleich einen zweiten Anwalt zu beauftragen oder gar den Anwalt zu wechseln.

Denn wenngleich auch ein Anwaltswechsel im Strafrecht jederzeit und in jedem Verfahrensstadium einfach und unproblematisch möglich ist, will ein solcher Schritt gut überlegt sein. Umgekehrt kann eine bestätigende Zweitmeinung auch den entscheidenden Ausschlag für das jeweilige weitere Vorgehen geben. Gerade wenn es um Fragen der Verteidigungslinie (Geständnis- Freispruch- Konflikt oder Teamverteidigung) oder um das Einlegen von Rechtsmitteln geht, macht eine neutrale Zweiteinschätzung durchaus Sinn.

Sprechen Sie uns im Bedarfsfalle jederzeit an. Dabei können Sie sich selbstverständlich auch vertrauensvoll an uns wenden. Im Rahmen unserer anwaltlichen Verschwiegenheit sind wir auch bereits beauftragten Anwaltskollegen gegenüber zum absoluten Stillschweigen verpflichtet.

Dabei ist es selbstverständlich auch ohne Beauftragung oder vor einer etwaigen Mandatierung jederzeit möglich, ein ausführliches anwaltliches Beratungsgespräch bei uns in Anspruch zu nehmen. Kontaktieren Sie uns hierzu jederzeit per Mail an anwalt@verteidigung-strafrecht.de oder telefonisch unter +49 (89) 89 08 44-89 In Notfällen erreichen Sie uns unter Tel. 0151 / 21 33 33 34

Was viele nicht wissen: Ein Anwaltswechsel ist jederzeit möglich! Ob Sie nun erst seit wenigen Stunden oder schon seit vielen Monaten anwaltlich vertreten werden. Denn gerade im Strafrecht ist das Vertrauen in seinen Anwalt der wichtigste Faktor einer erfolgreichen Strafverteidigung.

Darüber hinaus ist es auch jederzeit möglich  einen zusätzlichen  Anwalt für ein Strafverfahren zu mandatieren. Das Strafprozessrecht gestattet es bis zu 3 frei wählbare Anwälte pro Beschuldigten / Angeklagten zu beauftragen (zusätzlich zu einem etwaig bereits bestelltem Pflichtverteidiger)

Gerade in „großen Verfahren“ also vor allem vor dem Landgericht und in Haftsachen (U-Haft),  ist die sog. Team-Verteidigung, also die gleichzeitige Vertretung von mehr als nur einem Anwalt, zum unverzichtbaren Erfolgsfaktor unserer Kanzlei geworden.

Weitere Informationen hier

bis 31.08.2018 in Bearbeitung

bis 31.08.2018 in Bearbeitung

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Der Pflichtverteidiger ist keine eigene Fachanwaltsbezeichnung oder gar ein spezieller Anwalt der bei Gericht oder der Staatsanwaltschaft arbeitet. Jeder Anwalt kann zum Pflichtverteidiger bestellt werden und zwar dann wenn das Gesetz dies anordnet! So ist zwingend ein Anwalt als sog. Pflichtverteidiger zu bestellen wenn ein Fall der notwendigen Verteidigung vorliegt! Dies ist der Fall wenn:

– die Gerichtsverhandlung vor dem Oberlandesgericht oder dem Landgericht stattfindet,

– einem ein Verbrechen (eine Tat die im Mindestmaß mit 1 Jahr Freiheitsstrafe bedroht ist) vorgeworfen wird

– ein Berufsverbot droht

– eine schwere Tat vorliegt (im Regelfall ab 1 Jahr zu erwartender Freiheitsstrafe)

– eine schwierige Sach- oder Rechtslage vorliegt,

– man unfähig ist sich selbst zu verteidigen (vor allem bei Ausländern!)

– oder aber bereits in Untersuchungshaft sitzt

Liegt also nur eine dieser Voraussetzungen der notwendigen Verteidigung vor muss zwingend vom Gericht ein Anwalt zum Pflichtverteidiger bestellt werden. Dabei erfolgt diese Beiordnung zum Pflichtverteidiger völlig unabhängig davon ob der Beschuldiigte Geld hat oder nicht!

Liegt ein Fall der notwendigen Verteidigung vor (siehe oben) so muss das Gericht von Amts wegen – also ohne Antrag o.ä. – einen Anwalt zum Pflichtverteidiger bestellen. Wen das Gericht als Pflichtverteidiger bestellt liegt in erster Linie am Beschuldigten, denn diesem ist Gelegenheit zu geben einen Anwalt seiner Wahl und seines Vertrauens zu benennen den das Gericht dann auch in der Regel als Pflichtverteidiger bestellt! Das heißt im Klartext, dass sich grundsätzlich der Beschuldigte selbst einen Anwalt aussuchen kann und diesen dann dem Gericht nennt. Dem Wunsch des Beschuldigten muss auch grundsätzlich vom Gericht entsprochen werden, es sei denn es gibt gewichtige Gründe die gegen eine Bestellung des gewählten Wunschanwaltes sprechen. Nur weil ein Anwalt aber dem Gericht etwa unbequem ist oder von auswärts kommt reicht nicht um den gewünschten Anwalt nicht zu bestellen! Das bedeutet aber auch im Umkehrschluss, dass der Beschuldigte sich unbedingt selbst einen Anwalt aussuchen sollte bevor es das Gericht für einen tut. Denn nichts ist schlimmer als einen Anwalt beigeordnet zu bekommen, dem man nicht vertraut oder einem nicht genehm ist!

Liegen die Voraussetzung der notwendigen Verteidigung vor (sieh oben) so ist der Verteidiger spätestens dann zu bestellen, wenn der Angeklagte zur Erklärung über die Anklageschrift aufgefordert wird, wenn ihm also die Anklage zugestellt wird. Aber auch vorher schon ist eine Beiordnung eines Pflichtverteidigers möglich wenn dies die Staatsanwaltschaft beantragt. Dann kann der Anwalt auch schon vor der Gerichtsverhandlung im Ermittlungsverfahren bestellt werden. Zwingend ist dies jedoch nur wenn der Beschuldigte in Untersuchungshaft sitzt. Ansonsten liegt dies im Ermessen der Staatsanwaltschaft!

Ein Pflichtverteidiger kostet den Beschuldigten erst einmal nichts! Da der Pflichtverteidiger vom Gericht bestellt wird, macht der Anwalt seine Kosten gegenüber der Staatskasse geltend. Das heißt der Anwalt der zum Pflichtverteidiger bestellt wird, wird vom Staat bezahlt. Der Mandant muss sich also keine Sorgen um die Bezahlung seines Anwaltes machen!

Ob bei Ihnen ein Fall der notwendigen Verteidigung vorliegt, können Sie jederzeit von uns prüfen lassen. Bedenken Sie auch, dass Sie Ihren Pflichtverteidiger aus der Anwaltschaft frei wählen können. Von diesem Recht sollten Sie schon aus Gründen des Vertrauens in seinen Anwalt unbedingt Gebrauch machen, ansonsten besteht die Gefahr, dass das Gericht Ihnen einen Rechtsanwalt beiordnet, der Ihnen nicht genehm ist.
Sprechen Sie uns einfach unverbindlich an!

Allgemeine Fragen

bis 31.08.2018 in Bearbeitung

Der häufigste Fall von Aussage gegen Aussage, sind Konstellationen jemand behauptet, sexuell genötigt, vergewaltigt oder missbraucht worden zu sein, was der andere aber bestreitet, weil sexuelle Handlungen entweder überhaupt nicht oder aber mit Einverständnis des vermeintlichen Opfers vorgenommen wurden. Tatzeugen gibt es selten und meist auch keine Sachbeweise (weil sich das mutmaßliche Opfer erst lange Zeit nach der angegebenen Tat meldet oder sie lassen sich erklären, weil der Täter behauptet, dass der sexuelle Kontakt einvernehmlich stattgefunden hat).
Man könnte also meinen, mit der bloßen Aussage gegen Aussage läge eine „Patt-Situation“ vor, wem soll man schließlich glauben. Einzig logische Konsequenz also eine Verfahrenseinstellung oder Freispruch – es fehlt das Maß an Sicherheit einen Schuldspruch fällen zu können oder?
Leider NEIN!
Nach deutschem Recht kann auch bei Aussage-gegen-Aussage verurteilt werden. Es ist Gerichten nämlich nicht vorgeschrieben, unter welchen Voraussetzungen eine Tatsache für bewiesen oder nicht bewiesen gilt. Der Richter ist in der Beweiswürdigung und damit auch in der Bewertung von Aussagen völlig frei und muss selbst bei mehreren möglichen Schlussfolgerungen nicht die dem Angeklagten günstigste wählen. Der Richter kann also aufgrund einer zweifelhaften Zeugenaussage verurteilen.
Dies obwohl Anschuldigungen bei Sexualdelikten oftmals falsch sind. Dabei geht es nicht nur um bewusste Falschaussagen aus Motiven wie Rache, Eifersucht, Selbstschutz oder schlicht bösen Absichten, in den weit überwiegenden Fällen sind Pseudoerinnerungen, Beeinflussung, psychische Erkrankung und Autosuggestion die Ursache für falsche Anschuldigungen.

Deshalb ist es immanent wichtig einen Anwalt an der Seite zu haben, der sich mit den schwierigen Facetten bewusster oder unbewusster Falschbeschuldigung, insbesondere der Aussagegenese, der Aussagevalidität und der Aussagequalität bestens auskennt. Denn mit Hilfe der sog. Aussagepsychologie und entsprechenden Beweisanträgen lässt sich relativ beweissicher feststellen, ob eine Aussage erlebnisbasiert ist oder nicht, z.B. anhand einer fundierten Prüfung möglicher Fehlerquellen bei der Aussageentstehung, Widersprüchen, Auslassungen oder Fehler in der chronologischen Schilderung, Inkonstanzen, das Fehlen von Schilderungen zum Kerngeschehen, verdächtige Strukturiertheit sowie defizitäre Interaktionsschilderungen und Komplikationen im Handlungsablauf, Mängel im Detaillierungsgrad und der Anschaulichkeit, auffallender Kongruenzen oder Strukturgleichheit usw.
Mangels entsprechender Ausbildung werden aber solcherlei Faktoren von Strafverfolgungsbehörden und Strafgerichten selten oder gar nicht erkannt, zumal es auch Richtern bei der hohen Emotionalität und Polarisierung von Sexualdelikten schwerfällt, Neutralität und Distanz zu bewahren.
Unsere Kanzlei ist gerade wegen der häufig bei Sexualdelikten auftretenden Aussage gegen Aussage Konstellation auf diese Materie besonders spezialisiert und arbeitet mit renommierten Gerichtsgutachtern und Sachverständigen zusammen, um unseren Mandanten so zum bestmögliche Ergebnis, im Idealfall einer Verfahrenseinstellung zu verhelfen.

Weitere Informationen hier

bis 31.08.2018 in Bearbeitung

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Ermittlungsverfahren

Bei JEDEM Kontakt durch die Polizei oder andere Ermittlungsbehörden gilt:

1. Keine Aussage gegenüber der Polizei! – ob Sie sich etwas vorzuwerfen haben oder nicht!
(und auch nicht gegenüber Freunden oder Dritten)

Denn in fast allen Strafverfahren wird der Beschuldigte aus heiterem Himmel mit welch auch immer gearteten Vorwurf konfrontiert. Dies ist auch so beabsichtigt, um vor allem den Überraschungs- und Überrumpelungseffekt auszunutzen.

Bei allen Äußerungen zu einem strafrechtlich relevanten Vorwurf ist daher höchste Vorsicht geboten, denn der Betroffene kann zu diesem Zeitpunkt in der Regel überhaupt nicht wissen, was ihm konkret zur Last gelegt wird, was die Ermittlungsbehörden tatsächlich wissen, was etwaige Zeugen ausgesagt haben und welche Anschuldigung damit letztlich im Raum steht.

Nicht selten versucht die Polizei wegen mangelnder Beweise ihre Wissenslücken mit fragwürdigen Methoden zu schließen etwa mit Sätzen wie: „Wenn Sie es nicht waren, dann können Sie uns ja sagen wie es aus Ihrer Sicht tatsächlich war“ oder „Wenn Sie es zugegeben, dann wird Ihnen das nur helfen“ usw…..

Auch wird nicht selten mit staatlichen Eingriffsmitteln wie. z.B. vorläufiger Festnahme, Durchsuchung, erkennungsdienstlicher Behandlung, vermeintlicher Verfahrensvorteile oder gar der Vorführung beim Haftrichter versucht, erheblichen Druck beim Beschuldigten aufzubauen, um so zu einer vorschnellen Aussage und einem schnellen  Ermittlungsergebnis zu kommen.

Deshalb ist es auch so wichtig, dass man – schuldig oder nicht – keinerlei Aussagen gegenüber der Polizei oder sonstigen Ermittlungsbehörden macht! Auch dann nicht, wenn man der Ansicht ist, nichts zu „verbergen“ zu haben. Denn oftmals hören wir von unseren Mandanten, dass die Polizei damit argumentiert, dass wenn man nichts zu verbergen hätte, auch ruhig aussagen könne und dass die  Aussageverweigerung schon quasi indiziere, dass man „Dreck am Stecken“ habe etc…

Solche Argumente sind schlicht weg falsch und an der Grenze der Rechtsstaatlichkeit. Denn im deutschen Recht gilt der eheren Grundsatz, dass man sich niemals selbst belasten muss und das Schweigen eines Beschuldigten zu keinem Zeitpunkt juristisch negativ ausgelegt oder verwertet werden darf.

Eine dennoch getätigte Aussage z.B. aufgrund polizeilicher „Tricks führt aufgrund der oftmals überlegenen Frage- und Vernehmungstechnik der Polizei zu vorschnellen Aussagen und dass Betroffene angesichts der Drohung mit polizeilichen Repressalien oder hohen Haftstrafen mit der Vernehmungssituation hoffnungslos überfordert sind.

Auch gilt es zu wissen, dass die Polizei bei Vernehmungen regelmäßig nur ein sog. Inhaltsprotokoll aber kein Wortprotokoll fertigt. Das bedeutet, dass der Polizist das vom Beschuldigten Gesagte mit seinen eigenen Worten, in seinen eigenen Formulierungen und Ausdrucksweisen notiert und nicht so, wie es der Beschuldigte wörtlich gesagt oder formuliert hat. Das wiederum führt zwangsläufig zu Fehlinterpretationen und inhaltlichen Missverständnissen, die nicht mehr rückgängig zu machen sind und zur Grundlage aller weiteren Ermittlungen und einer etwaigen Verurteilung werden können!

Nicht selten führen bloße rhetorische Missverständnisse und Falschprotokollierungen in späteren Gerichtsverhandlungen zu Sätzen von Richtern und Staatsanwälten wie: „Aber bei der Polizei haben Sie das ganz anders gesagt.“ 

Dem Betroffenen bleibt es allerdings jederzeit unbenommen, sich zu einem späteren Zeitpunkt – nachdem ein Anwalt Akteneinsicht genommen und ausführlich beraten hat – auszusagen – aber wie oben gezeigt, niemals in vorschnellem Eifer und niemlas ohne vroherige Rücksprache mit seinem Anwalt!

Übrigens gilt der Rat, außer gegenüber dem Anwalt keinerlei Aussagen zur Sache zu machen auch in Bezug auf andere Menschen (Freunde, Partner, Kollegen), denn auch diese Personen könnten von der Polizei wiederum als Zeugen (vom Hörensagen) in Betracht kommen um an die von Ihnen weitergegebene Information zu gelangen.

2. Spezialisierten Anwalt aufsuchen

Unmittelbar nach dem Bekanntwerden von polizeilichen Ermittlungen – aber unbedingt bevor man mit der Polizei oder anderen Behörden zu der Sache etwas sagt (s.o.) sollte man sich umgehend an einen spezialisierten Anwalt wenden, der dann den Beschuldigten von einem polizeilichen Erscheinen zu einem etwaigen Vernehmungstermin entschuldigt und erst einmal Akteneinsicht bei der Staatsanwaltschaft nimmt eh der Angabe überhaupt irgendwelche Angaben zur Sache macht.

Nach erfolgter Akteneinsicht bespricht der Anwalt den Akteninhalt und alle möglichen Be- und Entlastungsmomente in tatsächlicher und rechtlicher Sicht. In diesem Zusammenhang hat der Beschuldigte auch die Möglichkeit, zusammen mit bzw. durch seien Anwalt auf die Vorwürfe konkret Stellung zu nehmen und etwaige Widersprüche aufzudecken die dann ggf. der Staatsanwaltschaft in einer sog. Verteidigerschrift mitgeteilt werden, mit dem regelmäßigen Ziel eine Einstellung des Strafverfahrens zu erwirken.

Das Ermittlungsverfahren wird leider – auch von Anwälten – in seiner Bedeutung unterschätzt. Denn ob und wie ein im Raum stehendes Gerichtsverfahren abläuft und vor allem ausgeht, ist weitestgehend vom Ermittlungsverfahren bestimmt. Im Ermittlungsverfahren werden die Weichen für ein annehmbares, aber auch für ein falsches Urteil gestellt, sodass Mängel, falsche Beratung und falsche Vorgehensweise im Ermittlungsverfahren in der Regel in einem gerichtlichen Hauptverfahren nur mehr schwer zu beseitigen sind.

Strafverfahren sind eine große Belastung und oftmals mit schwerwiegenden rechtlichen und privaten Konsequenzen verbunden.

Daher empfiehlt es sich dringend vor einer Aussage bei der Polizei einen spezialisierten Anwalt zu Rate zu ziehen, um verfahrensentscheidende Nachteile zu verhindern!

Soweit bereits Rechtseingriffe wie Durchsuchung, Festnahme, Erkennungsdienstliche Behandlung, Vorladung etc. drohen oder bereits stattgefunden haben, gilt auch hier der Grundsatz sofort einen spezialisierten Anwalt zu Rate zu ziehen (auch ein Anwaltswechsel ist zu jedem Zeitpunkt des Verfahrens möglich!). Denn oftmals werden solche Maßnahmen ausschließlich zur Beschleunigung des Aussageverhaltens ergriffen und sind nicht selten rechtswidrig oder zumindest in deutlich abgeschwächter, milderer Form  anwendbar.

Natürlich wird man im Regelfall Informationen zu Verhaltensweisen im Umgang mit   polizeilichen Beschuldigungen erst im Nachgang einholen, sodass Mandanten nicht selten schon vor dem Gang zum Anwalt doch schon mit der Polizei gesprochen oder sogar eine Aussang getätigt haben.

Aber auch in solchen Fällen gilt der Grundsatz: Besser spät als nie. Denn auch wenn aus den oben genannten Gründen vorschnelle Aussagen ohne anwaltliche Expertise grundsätzlich ungünstig sind, kann der versierte Strafverteidiger darauf hinwirken das Unstimmigkeiten richtiggestellt oder falschverstandene Protokolle verbessert werden um aber auch ungehindert dessen alle anderen Möglichkeiten des Ermittlungsverfahrens für den Mandanten auszuschöpfen.

So kann es angezeigt sein, auf die Einholung von Sachverständigengutachten hinzuweisen oder solche selbst einzuholen, auf diverse Nachermittlungen, weitere Zeugenvernehmungen, Nachvernehmungen oder rechtliche Probleme hinzuweisen, in geeigneten Fällen an Strafmilderungsoptionen zu denken (Stichwort Täter-Opfer-Ausgleich) oder aber im Dialog mit der Staatsanwaltschaft auszuloten, inwiefern eine Verfahrenseinstellung, ein bloßer Strafbefehl (ohne das man also bei Gericht erscheinen muss) oder aber die Anklage nur zu einem Amts- anstatt eines Landgerichts (mit deutlich niedrigerer Straferwartung) möglich sind.

Dabei können schon mit dem Verweis auf strafprozessuale oder schlicht aus dem Gesetz ergebende rechtliche Probleme oder einer überlangen Verfahrensdauer, erste Verfahrensabsprachen im Sinne des Mandanten gefördert und überdurchschnittliche Ergebnisse erzielt werden.

Zusammenfassend gilt also, im Falle einer Vorladung durch Polizei oder andere Ermittlungsbehörden bzw. bei direkter Konfrontation einer Straftat durch die Strafverfolgungsbehörden keine Aussage tätigen und sofort einen auf Strafrecht bzw. einen auf den entsprechend strafrechtlich in Frage stehenden Bereich spezialisierten Anwalt kontaktieren. Nicht durch irgendwelchen Druck seitens Polizei Staatsanwaltschaft oder Gerichten hiervon abbringen lassen. Das Recht zu schweigen darf einem zu keinem Zeitpunkt negativ ausgelegt werden.

Sollten bereits Aussagen getätigt worden sein, dennoch so schnell wie möglich anwaltlichen Rat einholen getreu dem Motto besser spät als nie um so weitere einschneidende Verfahrensnachteile abzuwenden.

bis 31.08.2018 in Bearbeitung

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Nicht selten wird angesichts der hohen Straferwartung bei Sexualdelikten ein Haftbefehl (zu 90 % wegen angeblicher Fluchtgefahr) erlassen. Solche Haftbefehle sind regelmäßig, rechtswidrig da sie selten Tatsachen belegen, die tatsächlich für eine Fluchtgefahr sprechen (Ähnliches gilt für den sog. Haftgrund der Wiederholungsgefahr).
In den meisten Fällen werden überhaupt gar keine Tatsachen ermittelt, die für oder gegen eine Flucht oder Wiederholungsgefahr sprechen. Deshalb ist es wichtig, sofort einen erfahrenen (und nicht etwa einen vom Gericht empfohlenen) Anwalt einzuschalten, der (mit den entsprechenden Kenntnissen) beim Haftrichter die Optionen einer Aufhebung oder zumindest Außervollzugsetzung des Haftbefehls beantragen kann. Ganz wichtig dabei: Auch hier keine Aussage machen! Gerade unter dem Druck einer drohenden Inhaftierung oder der Inaussichtstellung einer Außervollzugsetzung des Haftbefehls im Falle eines Geständnisses werden oft vorschnelle Angaben gemacht, die später aber nur schwer oder gar nicht mehr zu revidieren sind!

Im Falle einer Durchsuchung (regelmäßig beim Vorwurf von Kinderpornographie, unerlaubter Bildaufnahmen oder dem Vorwurf sexueller Belästigung / Missbrauchs) ist es wichtig ruhig zu bleiben. Sie sind nicht verpflichtet zu kooperieren. Verstecke oder Passwörter müssen und sollten Sie nicht preisgeben auch hier gilt der eherne Grundsatz, dass sich niemand selbst einer Straftat belasten muss und entsprechend auch nicht an seiner eigenen Überführung mitwirken sollte.
Natürlich gilt auch hier: Keine Aussage machen! Nur das Nötigste mit den Beamten während der Durchsuchung sprechen.’Guten Tag‘ und ‚Auf Wiedersehen‘ dürften dabei völlig reichen. Jedenfalls Nichts zum Tatvorwurf angeben! Dem Beschuldigten wird wichtig sein, möglichst schnell an sichergestellte Computer, Handys und andere Datenträger zu kommen. Dies ist mit anwaltlicher Unterstützung bei unbelastetem Material vorzeitig möglich. Auch ein rechtliches Vorgehen gegen die Durchsuchung ist mit Hilfe eines spezialisierten Anwalts jederzeit möglich.

bis 31.08.2018 in Bearbeitung

Gerichtsverfahren

Sollten Sie einen Strafbefehl oder eine Anklageschrift zugesellt bekommen haben, sollten Sie sich umgehend an einen spezialisierten Anwalt wenden. Denn sowohl der Strafbefehl als auch das durch die Anklageschrift ausgelöste Zwischenverfahren setzen Fristen in Gang, deren Versäumnis unter Umständen zu rechtskräftigem Bestand führt. So haben Sie im Falle eines Strafbefehls nur 2 Wochen Zeit gegen diesen Einspruch zu erheben. Auch das Zwischenverfahren in welchem ein Richter darüber entscheidet, ob er ein gerichtliches Hauptverfahren  überhaupt eröffnet ist an bestimmte Fristen gebunden, in welcher dem Beschuldigten die Möglichkeit verbleibt etwaige Einwände zu erheben oder Beweisermittlungen zu beantragen.

Gerichtliche und staatsanwaltschaftliche Maßnahmen müssen in einem Rechtsstaat nicht einfach hingenommen werden, sie sind gerichtlich voll überprüfbar.  In vielen Fällen sind sie sogar rechtsfehlerhaft, sei es weil ein Gericht von falschen Tatsachen ausgegangen ist oder einen Sachverhalt rechtlich falsch bewertet hat, sei es, weil Ermittlungen einseitig oder fehlerhaft geführt wurden.

Daher empfiehlt es sich unbedingt anwaltlichen Beistand zu konsultieren, um vor Fristablauf und damit verbundener Rechtsnachteile mögliche Erfolgschancen zu prüfen und dafür zu kämpfen.

bis 31.08.2018 in Bearbeitung

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Rechtsmittel gegen gerichtliche Entscheidungen

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Strafrechtliche Spezialgebiete

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Weitere Gebiete

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Unsere Anwälte in Strafsachen

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