Erfolgskonzept 2018-08-19T21:00:52+00:00

Was den Erfolg ausmacht

Eine erfolgreiche Strafverteidigung steht und fällt mit der Wahl des richtigen Anwalts. In wenigen Rechtsgebieten hängt der Erfolg so sehr von dem Können, der Erfahrung aber vor allem auch der richtigen Taktik des anwaltlichen Beistandes ab, wie im Strafrecht.

Denn nirgends hat ein Richter so viele Freiheiten und Ermessensspielräume, hält man sich allein die weit gefassten Rechtsfolgen und Strafrahmen vor Augen, die das Strafverfahren vorsieht: von einer Verfahrens-Einstellung mit oder ohne Geldauflage bis hin zu Freiheitsstrafen von wenigen Monaten bis zu vielen Jahren;

Dass dann bei der Rechtsfindung große Freiräume bestehen, versteht sich von selbst – Hier braucht man jemanden, der die maximalen Möglichkeiten kennt und das Optimum daraus erzielt….

Staatsanwalt wechselt die Seiten

Es kommt tatsächlich sehr selten vor, dass Staatsanwälte oder Richter ihren sicheren Job aufgeben, um in der freien Wirtschaft tätig zu werden. Noch seltener ist es, dass ein Staatsanwalt gleich gänzlich die Seiten wechselt und Strafverteidiger wird. [...]

Kernpunkt unserer Erfolgsstrategie – sowohl in der Strafverteidigung, als auch bei den Rechtsmitteln der Haftbeschwerde, Berufung und Revision – ist unsere extrem enge Spezialisierung. Nicht nur sind wir ausschließlich auf das Strafrecht spezialisiert, das schon ein eigenes Fachgebiet an sich darstellt, darüber hinaus ist jeder unserer Anwälte nochmals dezidiert auf einzelne Teilbereiche des Strafrechts spezialisiert.

So sind einige unserer Anwälte z.B. ausschließlich auf Sexualstrafsachen, andere wiederum nur auf Rechtsmittel, wieder andere nur auf Jugendstrafrecht usw. spezialisiert – Dies obwohl viele andere Anwaltskanzleien zusätzlich zum Strafrecht noch weitere Rechtsgebiete wie Zivil- oder Arbeitsrecht etc. anbieten – für uns undenkbar! Denn wir sind der festen Überzeugung, dass man nur dann zu den Besten gehören kann, wenn man sich dezidiert und ausschließlich mit nur einer Materie beschäftigt – erst Recht, wenn sie so komplex ist, wie etwa das Sexualstrafrecht oder die Rechtsmittel (Berufung, Revision, Haft- und Verfassungsbeschwerde).

Unsere sehr enge Spezialisierung macht uns – ähnlich dem Kardiologen in der Medizin – zu absoluten Experten auf dem jeweiligen strafrechtlichem Gebiet, zumal bei uns nicht nur Fachanwälte für Strafrecht, sondern auch Universitätsdozenten für Strafrecht und nicht zuletzt auch ein ehemaliger Staatsanwalt arbeiten. Neben dem daraus resultierenden, überdurchschnittlich hohem Fachwissen auf dem jeweiligen Spezialgebiet, ist auch die damit einhergehende, überdurchschnittlich große Erfahrung ein weiterer Vorteil, der uns auszeichnet. Bei weit über 200 Verfahren allein im Sexualstrafrecht, aber auch einer Vielzahl an Fällen in den anderen von uns angebotenen Schwerpunktbereichen, kennen wir nicht nur die (bundesweite und von Land zu Land sehr unterschiedlich gehandhabte) Gerichts- und Verfahrenspraxis, sondern können den Ausgang eines Verfahrens deutlich objektiver einschätzen und auf den jeweiligen Fall individuell abstimmen.

Strafverteidigung ist Kampf um das bestmögliche Ergebnis – Ob Freispruch, Verfahrenseinstellung oder eine angemessene Strafe unter Berücksichtigung aller Verfahrens- und außenprozessualen Nachteile, rechtlichen Problemen oder privaten Konsequenzen. Dabei ist eine geständige Strafmaßverteidigung die oft mit einer Verfahrensabsprache (sog. Deal) einhergeht, nicht immer zielführend – Zumindest dann nicht, wenn begründete Aussicht auf eine andere Bewertung des angeklagten Sachverhalts besteht z.B. weil sich die Tat(en) nicht mit der für eine Verurteilung erforderlichen Sicherheit beweisen lässt (lassen), problematische Rechtsfragen bestehen oder andere vielfältige Gründe vorliegen, die den Schluss nahe legen, ein besseres Ergebnis für den Mandanten erzielen zu können, als dies im Rahmen eines Deals oder Geständnisses möglich wäre.

Nicht selten erfordert dies aber eine rigorose Umsetzung der Rechtsposition des Mandanten. Fehlerhafte Anordnungen eines Gerichts können dann nicht einfach widerspruchslos hingenommen, Richter müssen dann schon mal wegen Befangenheit ablehnt oder in einem laufenden Verfahren Beweiserhebungen beantragt werden. Obwohl das völlig selbstverständlich erscheint, scheuen viele Strafverteidiger einen solch offenen „Konflikt„, um nicht von Gerichten, aber auch den eigenen Anwaltskollegen als sog. „Konfliktverteidiger“ dazustehen. Denn in den Augen Vieler, gilt ein solches Verhalten als eine bloße Form des Krawalls, nur um die Verurteilung des Mandanten zu verzögern. Wir verstehen die ureigenste Aufgabe eines Rechtsanwaltes aber darin, seinem Mandanten den Zugang zum Recht zu verschaffen und ihn vor gerichtlichen Fehlentscheidungen zu bewahren! Gerade im Strafrecht ist das Ergebnis nämlich nicht selten offen, vor allem dann, wenn tatsächliche, wie z.B. beweiserhebliche Tatsachen nicht eindeutig sind, Sachbeweise fehlen oder Zeugen widersprüchliche Angaben machen. Auch aus rechtlicher Sicht können sich oft genug juristische Probleme ergeben, die am Ende ein ganz anderes Ergebnis erwarten lassen.

Natürlich kann es nach einer umfassenden Analyse des Falls auch einmal sinnvoll sein, ein langwieriges Verfahren durch eine Verfahrensabsprache abzukürzen oder in offensichtlichen Fällen das Strafmaß durch eine geständige Zusammenarbeit mit den Strafverfolgungsbehörden zu reduzieren. Doch kann und darf dies nicht der Regelfall sein, will man sein Recht auf ein faires, objektives und rechtsstaatliches Verfahren nicht aufgeben. Da wo erforderlich, muss der konstruktive, juristische Konflikt gesucht und ausgehalten werden. Hauptaufgabe des Verteidigers kann daher nicht sein, Gericht und Staatsanwaltschaft zu umarmen und die Urteilsabsprache als dessen eigentliche Domäne zu begreifen. Schließlich sind es nun mal widerstreitende Interessen die zwischen einer auf Verurteilung abzielenden Anklage eines Staatsanwaltes und einem auf Freispruch oder einer deutlich geringeren Strafe sinnenden Verteidigung bestehen.

Unsere Kanzlei hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, sich nicht dem Willen des Gerichts unterzuordnen, sondern zu kämpfen, wenn dies nötig ist – mit allen hierfür zur Verfügung stehenden strafprozessualen Mitteln. Dabei geht es nicht darum, möglichst respektlos oder vorlaut aufzutreten, sondern – ganz im Gegenteil – mit Intellekt, Erfahrung und Strategie auf Augenhöhe mit dem Gericht zu überzeugen.

Gerade in „großen Verfahren“ also vor allem vor dem Landgericht,  ist die sog. Team-Verteidigung, also die gleichzeitige Vertretung von mehr als nur einem Anwalt, zum unverzichtbaren Erfolgsfaktor unserer Kanzlei geworden. Leider wird nämlich andernorts oft übersehen, dass gerade in Prozessen bei denen eine hohe Straferwartung und/oder großes öffentliches Interesse drohen (wie etwa bei Sexualdelikten, Haftsachen oder Delikten mit hohem Schaden), der Beschuldigte/Angeklagte einer Übermacht an prozessualen Gegnern gegenübersteht, angefangen von Staatsanwalt, Nebenkläger, Schöffen und nicht selten auch den Sachverständigen, bis hin zu den Medien und der – je nach Besetzung – bis zu 3 Berufsrichter. Schon der gesunde Menschenverstand sagt einem, dass ein Prozess unter diesen Umständen kaum ausgewogen ist. Hinzukommt, dass die gerichtliche Verurteilungsquote in Deutschland bei weit über 80 % liegt und man bei einer Verurteilung durch ein Landgericht faktisch keine zweite Chance hat, das Urteil von einem nächst höheren Gericht nochmals in Gänze überprüfen zu lassen. Der Druck der damit auf dem Mandanten und letztlich vor allem auf seinem Anwalt lastet, ist enorm und eine suffiziente Verteidigung angesichts der nur sehr eingeschränkten Rechtsmittel gegen Urteile von Landgerichten zudem ungleich schwerer, um parallel etwaige Fehler eines Gerichts frühzeitig zu erkennen, rechtlich mögliche Finessen zu nutzen oder mediale Beeinflussungen gekonnt zu begegnen.

Getreu dem Motto „Vier Augen sehen mehr als zwei“ muss man sich im Strafprozess aber auch nicht auf einen einzigen Verteidiger beschränken. Wohl aus den oben genannten Gründen erlaubt das Gesetz einem Beschuldigten / Angeklagten nämlich die gleichzeitige Verteidigung durch bis zu drei frei wählbare Anwälte (zuzüglich eines etwaigen Pflichtverteidigers). Und das macht auch durchaus Sinn: Denn zum einen lässt sich so das oben aufgezeigte Ungleichgewicht gegenüber den anderen Prozessbeteiligten wieder ins Lot bringen um nicht durch die Übermacht der Gegner bei Zeugenbefragung, Anträgen und Plädoyers regelrecht überfahren zu werden, zum anderen ist im Team eine deutlich druckvollere Zeugenbefragung (Stichwort: „Kreuzverhör), eine deutlich höhere Erkennung formaler wie rechtlicher Fehler des Gerichts und eine effizientere Abschirmung von Sympathien und Antipathien gegenüber dem Mandanten möglich. Ein Zeuge, dem z.B. aufgrund abwechselnder Fragen durch mehrere Anwälte erst keine Zeit verbleibt, sich eine passende oder gar falsche Antwort zu überlegen oder die Möglichkeit, während der Beweisaufnahme parallel Anträge zu stellen, Prozesshandlungen zu beanstanden oder Erklärungen vorzubereiten, machen bereits deutlich, worin der exaltierte Vorteil einer Verteidigung durch ein Team von Anwälten liegt um so  – mit Blick auf die Möglichkeit eines Freispruchs, einer niedrigen Strafe oder aber auch des Rechtsmittels der Revision – Fehlentscheidungen, zu harte oder schlicht falsche Urteile deutlich einfacher zu vermeiden. Gleichzeitig erfordert eine solche Team-Verteidigung eine strukturierte Aufgabenverteilung, Vertrauen und vor allem Erfahrung, was wiederum nur dann gegeben ist, wenn das Team nicht bunt zusammengewürfelt, sondern genau aufeinander und entsprechend der einzelnen Kompetenzbereiche abgestimmt ist. Und eben das garantieren wir unseren Mandanten: Ob beispielsweise ein Team aus Revisionsspezialist, Experte für Sexualstrafrecht und konfrontativer Verteidiger, alle unsere Anwälte sind entsprechend ihren jeweiligen Spezialisierungen nicht nur gezielt auf den entsprechenden Fall einsetzbar sondern auch schon seit Jahren genauestens aufeinander eingespielt.

Wenn es darum geht, gegen ein bereits ergangenes Urteil vorzugehen oder in einem landgerichtlichen Verfahren alle Möglichkeiten einer Revision offen zu halten, ist es essentiell, einen auf Rechtsmittel spezialisierten Anwalt zu beauftragen. Denn um Fehlentscheidungen, zu harte oder schlicht falsche Urteile zu revidieren, bedarf es im deutschen Strafprozessrecht schon angesichts der strengen Formalkriterien und überstrapazierten Rügeobliegenheiten sehr spezieller Fachkenntnisse. Nicht um sonst wird etwa das Rechtsmittel der Revision (gegen Urteile eines Landgerichts) als Königsdisziplin des Strafrechts bezeichnet, einem Gebiet, das nur wenige Anwälte und Kanzleien anbieten.

Rechtsmittelverteidigung WÄHREND des erstinstanzlichen Verfahren:

Unsere besondere Stärke liegt darin, schon bei der Verteidigung in der Instanz,  für ein mögliches Rechtsmittel, insbesondere für eine Revision „vorzubauen“. Dies ist angesichts der nur sehr eingeschränkten Anfechtungsmöglichkeiten gerade bei landgerichtlichen Verfahren unseres Erachtens sogar Pflicht, denn auch in einem sog. Rechtsstaat ist man nicht vor Fehlentscheidungen gefeilt. Insoweit müssen etwaige Beschwerden / Widersprüche / Beweisanträge rechtzeitig gestellt werden, um in einem Folgeverfahren überhaupt Berücksichtigung zu finden. Gleichzeitig lassen sich schon während des Gerichtsverfahrens auch ganz gezielt Revisionsgründe schaffen mit denen sich ein Urteil in der nächsten Instanz erfolgreich anfechten lässt.

Rechtsmittelverteidigung gegen bereits ERGAANGENE Urteile

Ist bereits ein Urteil ergangen, macht es fast immer Sinn, die nächst höher Gerichtsinstanz anzurufen. Nicht selten lassen sich nämlich nicht nur ganze Urteile, sondern auch nur einzelne Teile des Urteils oder aber nur die Höhe der Strafe anfechten. Gleichzeitig ist eine Verschlimmerung des ursprünglichen Urteils nur dann möglich (und im übrigen selbst dann eher die Ausnahme), wenn auch die Staatsanwaltschaft Rechtsmittel einlegt, wobei ein Rechtsmittel auch wieder zurückgenommen werden kann. Die Chance auf ein besseres Ergebnis ist also mit einem sehr überschaubaren Risiko verbunden. Allerdings können im Falle einer Revision nur Rechtsfehler gerügt werden, sprich es werden keine Beweise mehr erhoben (z.B. Zeugen nochmals vernommen etc.). Einzige Chance auf eine positive Entscheidung sind das Auffinden von gerichtlichen Fehlern z.B. bei der Anwendung des Rechts, im Prozessablauf oder der Strafzumessung, weshalb es bei der Revision allein auf die Erfahrung und das Fachwissen des Anwaltes ankommt.

Spezialwissen und Erfahrung

Gerade bei der sog. Königsdisziplin, der Revision, bedarf es sehr speziellen Fachwissens und wissenschaftlicher Expertise, denn es gilt komplexe und / oder versteckte Fehler im strafprozessualen und / oder materiellen Recht aufzufinden und richtig zu rügen um die Rechtskraft eines Strafurteils und die damit verbundene Strafe abzuwenden oder zumindest abzuschwächen. Gleichzeitig bleibt dem Strafverteidiger nur wenig Zeit, nämlich gerade mal 1 Monat um eine fundierte Revisionsbegründung zu schreiben. Es verbleibt dem Anwalt also schon der gesetzlichen Frist wegen keine Möglichkeit, sich erst mit den Gesetzmäßigkeiten der Revision auseinanderzusetzen, er muss sie aus dem „FF“ beherrschen. Mit unseren wissenschaftlich tätigen Anwälten Dr. Betz und Florian Zenger LL.M. haben wir zwei Revisionsspezialisten in unserem Team, die sich schon von Berufswegen mit den zahlreichen Spezialproblemen aktueller strafrechtlichen Neuerungen in Lehre und Rechtsprechung auseinandersetzen müssen, für die im Praxisalltag des „normalen“ Anwaltes schlicht keine Zeit verbleibt. Gleichzeitig bearbeitet unsere Kanzlei aufgrund unserer ausgewiesenen Spezialisierung auf die strafprozessualen Rechtsmittel überdurchschnittlich viele Revisionsverfahren, sodass uns vor allem unsere Erfahrung bei der Fallbearbeitung hilft, überdurchschnittlich gute Ergebnisse zu erzielen.

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