Kanzlei2019-07-10T11:18:28+02:00

Spezialisierte Kanzlei für

Sexualrecht – Sexualstrafrecht

Fachanwälte | Ex-Staatsanwalt

Dr. Stevens Sexualstrafrecht

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Sexualrecht – Sexualstrafrecht

Fachanwälte | Ex-Staatsanwalt

Dr. Stevens Sexualstrafrecht

V

orwürfe sexueller Art können JEDEN treffen – dies meist aus heiterem Himmel.  Denn spätestens seit den jüngsten Gesetzesverschärfungen („Nein-heißt-Nein“) und #metoo steht beinahe jede unerwünschte körperliche Berührung potenziell unter Strafe.

Erschwerend kommt hinzu, dass auch gravierende Straftatbestände wie sexueller Übergriff, Vergewaltigung oder sexueller Missbrauch, aber auch der Besitz von Jugend- und Kinderpornografie extrem ausgeweitet wurden, sodass Recht und Gesetz noch auslegungsbedürftiger geworden sind.

Viele Betroffene unterschätzen die sehr ernstzunehmende Gefahr, sexualrechtlicher Vorwürfe: Im Falle von sexuellen Übergriffen steht meist Aussage gegen Aussage, sodass es fast ausschließlich auf die Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Opfers ankommt (Dabei spielen auch Falschbeschuldigungen und Wirklichkeitsverzerrungen eine gewichtige Rolle). Bei Jugend- und Kinderpornographie kommt es z.B. entscheidend auf die forensische Bewertung des aufgefundenen Materials sowie die Frage des Besitzwillens an (Cache-Speicher, gelöschte Dateien, offener Wlan-Zugang etc).

Das heißt: So interdisziplinär komplex und schwierig das Sexualrecht ist, der Ausgang ist meist offen! Denn in kaum einem anderen Gebiet herrschen soviel Rechts- und Beweisprobleme vor, mit extrem weiten Auslegungsspielraum.

Umso wichtiger ist es einen ausgewiesenen Spezialisten an der Seite zu haben, der aufgrund kontemporärer Expertise und langjähriger Erfahrung die Finessen kennt und die vielen Probleme gekonnt für den Mandanten zu nutzen versteht. Im Sexualrecht steht und fällt ein positiver Verfahrensausgang mit der Wahl des richtigen Anwalts.

BERATUNG

Viele Vorwürfe sexueller Art können außergerichtlich geklärt oder eingestellt werden.
Oft besteht auch nur bloßer Informations- oder Erklärungsbedarf oder es stellt sich die Frage nach dem richtigen weiteren Vorgehen.
Womöglich ist zunächst nur eine profunde Zweitmeinung gefragt

Weitere Infos

VERTRETUNG / VERTEIDIGUNG

Kaum ein anderes Rechtsgebiet hat so einschneidende Konsequenzen:
Vernehmung, Durchsuchung, Jobverlust, bis hin zur U-Haft und dem existenziellen Problem vorbestraft zu sein oder gar in die Öffentlichkeit zu gelangen. Um so wichtiger ist es alle rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen, denn der Ausgang im Sexualrecht ist stets offen

Weitere Infos

BERUFUNG + REVISION

Was in der Medizin selbstverständlich ist, gilt ebenso im Sexualrecht: Auch hier ist die Materie so komplex, dass es hoch qualifizierter Experten bedarf.
Dies gilt umso mehr im Falle strafrechtlicher Ermittlungen oder den komplexen Rechtsmitteln gegen gerichtliche Entscheidungen wie etwa Berufung oder Revision

Weitere Infos

Vorwürfe sexueller Art können JEDEN treffen, dies meist aus heiterem Himmel.

Denn seit den jüngsten Gesetzesverschärfungen (Stichwort: „Nein-heißt-Nein“) und einer viral gegangenen #metoo-Debatte steht beinahe jede unerwünschte körperliche Berührung potenziell unter Strafe.

Erschwerend kommt hinzu, dass auch gravierende Straftatbestände wie sexueller Übergriff, Vergewaltigung oder sexueller Missbrauch, aber auch der Besitz von Jugend- und Kinderpornografie extrem ausgeweitet wurden, sodass Recht und Gesetz noch auslegungsbedürftiger geworden sind.

Viele Betroffene unterschätzen die sehr ernstzunehmende Gefahr, sexualrechtlicher Vorwürfe: Im Falle von sexuellen Übergriffen steht meist Aussage gegen Aussage, sodass es fast ausschließlich auf die Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Opfers ankommt (Dabei spielen auch Falschbeschuldigungen und Wirklichkeitsverzerrungen eine gewichtige Rolle). Bei Jugend- und Kinderpornographie kommt es z.B. entscheidend auf die forensische Bewertung des aufgefundenen Materials sowie die Frage des Besitzwillens an (Cache-Speicher, gelöschte Dateien, offener Wlan-Zugang etc).

Das heißt: So interdisziplinär komplex und schwierig das Sexualrecht ist, der Ausgang ist meist offen! Denn in kaum einem anderen Gebiet herrschen soviel Rechts- und Beweisprobleme vor, mit extrem weiten Auslegungsspielraum.

Umso wichtiger ist es einen ausgewiesenen Spezialisten an der Seite zu haben, der aufgrund kontemporärer Expertise und langjähriger Erfahrung die Finessen kennt und die vielen Probleme gekonnt für den Mandanten zu nutzen versteht. Im Sexualrecht steht und fällt ein positiver Verfahrensausgang mit der Wahl des richtigen Anwalts.

Unsere Spezialisierung:

Sexuelle Belästigung

Berührungen   •   Übergriff   •   Beleidigung

Jede noch so absurde Anschuldigung angeblichen sexuellen Fehlverhaltens ist sehr ernst zu nehmen! Seit der neuerlichen Gesetzesänderung steht beinahe jede unerwünschte körperliche Berührung potenziell unter Strafe.
Aber auch Bemerkungen, Flirts und Komplimente können schnell als sexuell beleidigend empfunden und sogar angezeigt werden.
Auch Falschbeschuldigungen sind gefährlich, da es bei Aussage gegen Aussage allein auf die (vermeintliche) Glaubwürdigkeit des „Opfers“ ankommt und das Ergebnis damit stets offen ist.

Weitere Informationen   

Übergriff / Vergewaltigung

sexuelle Nötigung   •   sexueller Übergriff
Vergewaltigung   •  Widerstandsunfähigkeit

Jede mehr oder weniger erhebliche sexuelle Handlung ist ein sexueller Übergriff soweit das Einverständnis der anderen Person fehlt.
Das neue Sexualrecht definiert auch die Vergewaltigung sehr weit: Auch ganz ohne Gewalt oder Geschlechtsverkehr drohen bei Sex ohne Einverständnis langjährige Gefängnisstrafen. Auch steht fast immer Aussage gegen Aussage, sodass das Ergebnis ausschließlich von der Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Opfers abhängt.
Dabei sind gerade in diesem Bereich Missverständnisse häufig, z.B. weil das Opfer seinen Willen nicht klar geäußert oder der Beschuldigte ein mangelndes Einverständnis schlicht nicht erkannt hat (vor allem bei Alkoholkonsum).

Weitere Informationen   

Sexueller Missbrauch

Kinder   •    Jugendliche   •   Schutzbefohlene

Gerade bei Anschuldigungen wegen sexuellen Missbrauchs erweisen sich zahlreiche Verdachtsfälle als unhaltbar: Dabei spielen nicht nur induzierte Falschaussagen (z.B. bei Familienrechtsstreitigkeiten) eine gewichtige Rolle, auch kommt es zunehmend oft zu falschen Erinnerungen z.B. aufgrund von Suggestion, unsachgemäßem Medienkonsum oder psychischer Erkrankungen.
Aufgrund der langen Verjährungsfristen kann ein Vorwurf bis zum 50. Lebensjahr des Opfers angezeigt werden. Obwohl eine sachgemäße Aufklärung dann nahezu unmöglich ist, stellt das deutsche Recht dennoch allein auf die Angaben des mutmaßlichen Opfers ab.

Weitere Informationen   

Verbotene Pornographie

Kinderpornographie    •   Jugendpornographie

Besitz und Verbreitung von Kinder- und Jugendpornographie werden immer härter verfolgt, das obwohl in einer Vielzahl der Fälle die Betroffenen sich gar nicht bewusst sind inkriminierte Daten zu besitzen oder verbreitet zu haben (z.B. ungesehener Austausch von ganzen Datenpaketen). Auch beim bloßen Besitz von Kinderpornographie (z.B. auch bloßer Vorschaubilder im Cache) drohen bereits empfindliche Freiheitsstrafen. Allerdings kann angesichts der Vielzahl von Fällen welche die Staatsanwaltschaften mittlerweile bearbeiten, zumindest bei geringeren Verstößen eine öffentliche Gerichtsverhandlung vermieden werden (zumal die überwiegende Zahl der Beschuldigten nicht pädophil sind).

Weitere Informationen   

Sexuelle Belästigung

Berührungen   •   Übergriff   •   Beleidigung

Jede noch so absurde Anschuldigung angeblichen sexuellen Fehlverhaltens ist sehr ernst zu nehmen! Seit der neuerlichen Gesetzesänderung steht beinahe jede unerwünschte körperliche Berührung potenziell unter Strafe.
Aber auch Bemerkungen, Flirts und Komplimente können schnell als sexuell beleidigend empfunden und sogar angezeigt werden.
Auch Falschbeschuldigungen sind gefährlich, da es bei Aussage gegen Aussage allein auf die (vermeintliche) Glaubwürdigkeit des „Opfers“ ankommt und das Ergebnis damit stets offen ist.

Weitere Informationen   

Sexueller Übergriff | Vergewaltigung

sexuelle Nötigung   •   sexueller Übergriff   •  Widerstandsunfähigkeit

Jede mehr oder weniger erhebliche sexuelle Handlung ist ein sexueller Übergriff soweit das Einverständnis der anderen Person fehlt.
Das neue Sexualrecht definiert auch die Vergewaltigung sehr weit: Auch ganz ohne Gewalt oder Geschlechtsverkehr drohen bei Sex ohne Einverständnis langjährige Gefängnisstrafen. Auch steht fast immer Aussage gegen Aussage, sodass das Ergebnis ausschließlich von der Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Opfers abhängt.
Dabei sind gerade in diesem Bereich Missverständnisse häufig, z.B. weil das Opfer seinen Willen nicht klar geäußert oder der Beschuldigte ein mangelndes Einverständnis schlicht nicht erkannt hat (vor allem bei Alkoholkonsum).

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Sexueller Missbrauch

Missbrauch von Kindern / Jugendlichen   •  Missbrauch von Schutzbefohlenen

Gerade bei Anschuldigungen wegen sexuellen Missbrauchs erweisen sich zahlreiche Verdachtsfälle als unhaltbar: Dabei spielen nicht nur induzierte Falschaussagen (z.B. bei Familienrechtsstreitigkeiten) eine gewichtige Rolle, auch kommt es zunehmend oft zu falschen Erinnerungen z.B. aufgrund von Suggestion, unsachgemäßem Medienkonsum oder psychischer Erkrankungen.
Aufgrund der langen Verjährungsfristen kann ein Vorwurf bis zum 50. Lebensjahr des Opfers angezeigt werden. Obwohl eine sachgemäße Aufklärung dann nahezu unmöglich ist, stellt das deutsche Recht dennoch allein auf die Angaben des mutmaßlichen Opfers ab.

Weitere Informationen   

Verbotene Pornographie

Kinderpornographie    •   Jugendpornographie

Besitz und Verbreitung von Kinder- und Jugendpornographie werden immer härter verfolgt, das obwohl in einer Vielzahl der Fälle die Betroffenen sich gar nicht bewusst sind inkriminierte Daten zu besitzen oder verbreitet zu haben (z.B. ungesehener Austausch von ganzen Datenpaketen). Auch beim bloßen Besitz von Kinderpornographie (z.B. auch bloßer Vorschaubilder im Cache) drohen bereits empfindliche Freiheitsstrafen. Allerdings kann angesichts der Vielzahl von Fällen welche die Staatsanwaltschaften mittlerweile bearbeiten, zumindest bei geringeren Verstößen eine öffentliche Gerichtsverhandlung vermieden werden (zumal die überwiegende Zahl der Beschuldigten nicht pädophil sind).

Weitere Informationen   

Erste Hilfe

Strafverfahren stellen für den Betroffenen in der Regel eine große Belastung dar. Nicht selten ist das Verfahren auch mit einscheidenden beruflichen und privaten Konsequenzen verbunden.

Aus diesem Grund empfiehlt es sich sobald wie möglich spezialisierten anwaltlichen Rat einzuholen, um verfahrensentscheidende Nachteile zu verhindern!

Gleichzeitig sind aber Vertrauen, Kompetenz und der persönliche Eindruck nach unserer Erfahrung essentielle Kriterien für die Wahl eine Anwalts – ähnlich wie beim Arzt. Aus diesem Grund bieten wir Ihnen gerne ein unverbindliches persönliches Gespräch mit einem unserer spezialisierten Anwälte an, zu den rechtlichen Optionen, Vertiedigungsmöglichkeiten und etwaigen Kosten im Falle einer Beauftragung.

Kontaktieren Sie uns hierzu jederzeit per Mail über anwalt@verteidigung-strafrecht.de oder telefonisch unter 089 / 89 08 44 89

In Notfällen erreichen Sie uns unter Tel. 0151 / 21 33 33 34

Weitere Informationen

Wenn es um grundlegende Entscheidungen geht, will man nicht selten einen zweiten fachlichen Rat. So wird etwa die Entscheidung eines ärztlichen Eingriffs je nach Risiko und Intensität immer häufiger von der Zweitmeinung eines weiteren Mediziners abhängig gemacht. Da im Strafrecht vergleichsweise viel, wenn nicht sogar in manchen Fällen Alles auf dem Spiel steht, bieten wir Rechtssuchenden eine unabhängige Einschätzung und Expertise an, ohne gleich einen zweiten Anwalt zu beauftragen oder gar den Anwalt zu wechseln.

Denn wenngleich auch ein Anwaltswechsel im Strafrecht jederzeit und in jedem Verfahrensstadium einfach und unproblematisch möglich ist, will ein solcher Schritt gut überlegt sein. Umgekehrt kann eine bestätigende Zweitmeinung auch den entscheidenden Ausschlag für das jeweilige weitere Vorgehen geben. Gerade wenn es um Fragen der Verteidigungslinie (Geständnis- Freispruch- Konflikt oder Teamverteidigung) oder um das Einlegen von Rechtsmitteln geht, macht eine neutrale Zweiteinschätzung durchaus Sinn.

Sprechen Sie uns im Bedarfsfalle jederzeit an. Dabei können Sie sich selbstverständlich auch vertrauensvoll an uns wenden. Im Rahmen unserer anwaltlichen Verschwiegenheit sind wir auch bereits beauftragten Anwaltskollegen gegenüber zum absoluten Stillschweigen verpflichtet.

Dabei ist es selbstverständlich auch ohne Beauftragung oder vor einer etwaigen Mandatierung jederzeit möglich, ein ausführliches anwaltliches Beratungsgespräch bei uns in Anspruch zu nehmen. Kontaktieren Sie uns hierzu jederzeit per Mail an anwalt@verteidigung-strafrecht.de oder telefonisch unter 089 / 89 08 44 89 In Notfällen erreichen Sie uns unter Tel. 0151 / 21 33 33 34

Eine wirksame Verteidigung ist nur möglich, wenn man die einem zur Last gelegten Umstände kennt. Deshalb ist es auch fatal sich ohne Kenntnis des Ermittlungstands zu etwaigen Anschuldigungen oder Vorwürfen zu äußern, auch und gerade dann nicht, wenn man sich keines Fehlverhaltens bewusst ist!

Erst die genaue Information über die Vorwürfe, wegen der gegen einen ermittelt wird, ermöglichen die Vorbereitung einer sach- und zielgerechten Verteidigung – je frühzeitiger desto besser. Denn sämtliche Ergebnisse von Strafermittlungen werden schriftlich in der Ermittlungsakte der Staatsanwaltschaft geführt. Im Falle einer Anklage zu Gericht werden die in der Akte enthaltenen Informationen zur alleinigen Grundlage des gerichtlichen Verfahrens.

Das Recht auf vollständige Akteneinsicht steht allerdings nur dem verteidigenden Rechtsanwalt zu. Zur suffizienten und erfolgreichen Verteidigung sollte daher möglichst frühzeitig Einsicht in die Akten genommen werden, um einerseits die Verteidigung optimal vorzubereiten und die Vorwürfe rechtlich prüfen zu können, aber auch um in geeigneten Fällen durch eine frühe Stellungnahme die Tatvorwürfe zu entkräften, beispielsweise auch durch Beantragung von Zeugen, Sachbeweisen oder Sachverständigengutachten. In vielen Fällen können die Tatvorwürfe bereits im vorgerichtlichen staatsanwaltschaftlichen Ermittlungsverfahren soweit entkräftet werden, dass das Verfahren eingestellt oder eine außergerichtliche Beilegung der Vorwürfe vereinbart wird.

Welche Strategie im Einzelfall die richtige ist, kann erst nach Durchsicht der Ermittlungsakte bestimmt werden und muss stets der Aktenlage angepasst sein! Aufgrund der Vorteile frühzeitiger Akteneinsicht ist es daher sinnvoll, sofort nach Kenntnis von einem Ermittlungsverfahren möglichst zeitnah einen Strafverteidiger zu beauftragen.

Ausführliche Informationen zur Akteneinsicht

Wenn Sie sich für eine Vertretung durch unsere Kanzlei entscheiden wollen, können Sie uns jederzeit beauftragen. Kontaktieren sie uns hierzu per Mail anwalt@verteidigung-strafrecht.de oder Telefon  089 / 89 08 44 89.

Gerne beantworten wir Ihnen auch vorab etwaige Fragen zu den rechtlichen Optionen und Kosten einer Beauftragung.

Selbstverständlich bieten wir Ihnen auch jederzeit eine persönliche Erstberatung in unserer Kanzlei an, z.B. weil Sie nur eine Rechtsfrage haben, eine Zweitmeinung einholen möchten oder aber uns vor einer Beauftragung persönlich kennenlernen wollen.

In dringenden Fällen (z.B. Verhaftung / Durchsuchung) sind wir rund um die Uhr für Sie erreichbar, außerhalb der Geschäftszeiten am besten per Mail (Sie erhalten dann umgehend einen Rückruf von einem unserer Anwälte) oder unter unserer Notfallnummer 0151 / 21 33 33 34

Download Vollmacht

Der Erhalt einer Anklageschrift bedeutet leider, dass sich das Ermittlungsverfahren bis dato nicht zu Gunsten des Betroffenen entwickelt hat: Schließlich erfolgt eine Anklage grundsätzlich nur dann, wenn die Staatsanwaltschaft hinreichend überzeugt ist, dass es in einem Gerichtsverfahren zu einer Verurteilung kommen wird und dabei die Schuld so schwer wiegt, dass nicht mit milderen Mitteln wie etwa einer Verfahrenseinstellung (z.B. gegen Geldauflage) oder einem schriftlichen Strafbefehl geahndet werden konnte.

Allerdings handelt es sich bei der Anklage um eine reine Prognoseentscheidung bei vorläufiger Sachverhaltsbewertung. Sie sagt nichts darüber aus wie gründlich gegen den Beschuldigten ermittelt wurde und ob es im Rahmen einer Gerichtsverhandlung tatsächlich dann auch zu einer Verurteilung oder dem von der Staatsanwaltschaft angestrebten Ergebnis kommen wird. So enden gut 20 % aller Anklagen gerade nicht mit einer Verurteilung und in vielen Fällen ändert sich auch die rechtliche Einschätzung (statt der angeklagten gefährlichen Körperverletzung nur eine abgeurteilte einfache Körperverletzung, anstatt sexuelle Nötigung nur Belästigung etc…)

Dementsprechend ist es auch nicht zu spät, das Ruder noch herumzureißen. Immerhin werden die Ermittlungen wegen der Arbeitsüberlastung der Justiz oftmals nur sehr oberflächlich und einseitig geführt, ohne hinreichend zu prüfen, ob die Tat überhaupt gerichtsfest nachweisbar ist, alle Beweismittel erschöpfend ausermittelt wurden oder der Sachverhalt entsprechend des angeklagten Gesetzesverstoßes überhaupt strafbar ist, von fehlenden Sachbeweisen oder widersprüchlichen Zeugenangaben ganz zu schweigen.

Nicht selten erwachsen aus dem zugrundeliegenden Fall divergente Rechtsprobleme, welche im Rahmen einer dem Fall angepassten erfolgsversprechenden Verteidigungsstrategie genutzt werden können. Als erfahrene Verteidiger wie auch aus eigener Erfahrung (einer unserer Anwälte ist ehemaliger Staatsanwalt) wissen wir sehr gut, dass sich Staatsanwälte gerade bei einem bislang unverteidigten Beschuldigten gerne auch “in die Anklage flüchten”, um komplexe rechtliche Fragen und inhaltliche Auseinandersetzungen dem Richter zu überlassen.

Auch aus prozessualer Sicht können sich hinlänglich oft juristische Probleme ergeben, die am Ende ein ganz anderes Ergebnis erwarten lassen. Daher bestehen trotz Anklageerhebung sogar noch diverse Möglichkeiten, ein (öffentliches) Gerichtsverfahren abzuwenden, sei es weil die Anklage seitens der Staatsanwaltschaft zurückgenommen oder das Verfahren seitens des Gerichts gar nicht erst eröffnet wird.

Ausführliche Informationen zur Anklage

Mit dem Strafbefehl werden Bagatellstraftaten und kleinere bis mittlere Kriminalität schnell und unkompliziert geahndet. So sparen sich nicht nur Gerichte und Staatsanwaltschaften ein aufwendiges Gerichtsverfahren, sondern auch der Beschuldigte.

Was viele allerdings unterschätzen: Der Strafbefehl ist keine Geldbuße, die man – ähnlich einem Strafzettel – einfach bezahlt und dann ist die Sache aus der Welt geschafft. Der Strafbefehl gleicht einer Verurteilung durch ein Strafgericht und ist in den rechtlichen Konsequenzen identisch (Eintrag Führungszeugnis / Bundeszentralregister, Vorstrafe etc).

Ob und inwiefern sich der Einspruch gegen einen Strafbefehl „lohnt“ erfordert allerdings eine qualifizierte Analyse der Akten durch einen Anwalt. Die Erfahrung in der Praxis zeigt, dass im Großteil aller Fälle das Ergebnis nach einem  Einspruch gegen einen Strafbefehl deutlich besser ist. Schon wegen der chronischen Überlastung der Strafjustiz sind Staatsanwaltschaft und Gericht nämlich häufig bereit, dem Angeklagten „entgegenzukommen“ sei es bei der Höhe der Strafe oder aber auch durch Verfahrenseinstellung, mit oder gar ohne (Geld)Auflage.

Wichtig: Wenn Sie einen Strafbefehl zugestellt bekommen, sollten Sie sich umgehend anwaltlich vertreten lassen. Denn man hat nur 2 Wochen Zeit (ab Zustellung im Briefkasten) Einspruch einzulegen. Dies sollte man im Zweifel auch tun, da man den Einspruch bis zur Gerichtsverhandlung folgenlos zurücknehmen, aber nach Ablauf der Zwei-Wochen-Frist nicht mehr nachholen kann.

Ausführliche Informationen zum Strafbefehlsverfahren

Hält die Justiz einen Beschuldigten für dringend verdächtig, eine schwerwiegende Straftat begangen zu haben, wird in vielen Fällen ein sog. Haftbefehl erlassen. Der Verdächtige erfährt hiervon allerdings meist erst bei seiner überraschenden Verhaftung. Im Regelfall kann man also gegen einen Haftbefehl erst vorgehen, wenn man bereits verhaftet wurde.

Der Schock einer überraschenden Verhaftung sitzt beim Beschuldigten, aber auch seinem privaten und beruflichen Umfeld erfahrungsgemäß tief. Dabei stellt sich jeder zweite Haftbefehl als unbegründet heraus!
Sehr oft fehlen Polizei und Staatsanwaltschaft nämlich eindeutige Beweise, sodass man durch die Verhaftung lediglich versucht Druck aufzubauen und den Beschuldigten angesichts der vermeintlich aussichtslosen Lage zu einem Geständnis zu motivieren. Dabei verlässt sich der Haftrichter beim Erlass eines Haftbefehls in der Regel auf die Ermittlungsergebnisse von Polizei und Staatsanwaltschaft ohne diese genauer zu überprüfen.

Noch weniger geprüft wird durch den Haftrichter, ob überhaupt ein sog. Haftgrund vorliegt. Denn gleich wie “verdächtig” oder gar “schuldig” jemand auch erscheinen mag, der Vollzug der Untersuchungshaft ist  nur möglich, wenn sich eine konkret im Einzelfall drohende Fluchtgefahr, Verdunkelungsgefahr oder Wiederholungsgefahr feststellen läßt. Gerade die in 90 % der Haftbefehle zugrundegelegte Fluchtgefahr wird meistens sehr vage und pauschal mit vermeintlich hoher Straferwartung begründet, obwohl diese Prognose auf keinen realistischen Tatsachenerhebungen beruht.
Gerade solche Haftbefehle erweisen sich regelmäßig als rechtswidrig. In den meisten Fällen werden überhaupt gar keine Tatsachen ermittelt, die für oder gegen einen Haftgrund sprechen.

Was viele nicht wissen: Die Beschwerdegerichte heben regelmäßig Haftbefehle auch deshalb auf, weil sie schlicht unverhältnismäßig sind oder mildere Mittel als der Vollzug der Untersuchungshaft nicht beachtet wurden (Kaution, Hinterlegung von Ausweispapieren, Meldeauflagen etc).

Deshalb ist es wichtig, sofort einen erfahrenen (und nicht etwa einen vom Gericht empfohlenen) Anwalt einzuschalten, der (mit den entsprechenden Kenntnissen) die Optionen einer Aufhebung oder zumindest Außervollzugsetzung des Haftbefehls prüft – nicht selten mit Erfolg!

Ganz wichtig dabei: Auch hier keine Aussage gegenüber Gericht oder Polizei machen! Gerade unter dem Druck einer drohenden Inhaftierung oder der Inaussichtstellung einer Außervollzugsetzung des Haftbefehls im Falle eines Geständnisses werden oft vorschnelle Angaben gemacht, die später nur schwer oder gar nicht mehr zu revidieren sind!

Ausführliche Informationen zu U-Haft / Haftbefehl

Das Rechtsmittel der Berufung ist nur gegen Urteile des Amtsgerichts, also gegen Urteile des Strafrichters oder des Schöffengerichts möglich. Dagegen ist gegen ein Urteil des Landgerichts ausschließlich die Revision möglich.

Da Amtsgerichte die Masse der angeklagten Fälle aburteilen und daher besonders viele Fälle bearbeiten müssen, sind Urteile des Amtsgerichts oft sehr oberflächlich und nicht selten rechtsfehlerhaft. Vermutlich deshalb hat der Gesetzgeber eine weitere, vollwertige Gerichtsinstanz geschaffen:

Das Landgericht als Berufungsgericht ist an das Urteil des Amtsgerichts nicht gebunden und kann ganz anders entscheiden. So kann der Prozess also noch einmal komplett neu aufgerollt und die Ausgangslage manchmal sogar völlig verändert werden: Neue Beweise können erhoben, neue und alte Zeugen (nochmals) genauestens befragt, (neue) Gutachten eingeführt, eine Verständigung (sog. Deal) mit Staatsanwaltschaft und Gericht getroffen und selbstverständlich auch die rechtliche Lage neu bewertet werden. Umgekehrt kann auch eine geständige Strafmaßverteidigung zielführend sein, die oft mit einem sog. Täter-Opfer-Ausgleich einhergeht und regelmäßig zu einem deutlich milderen Urteil in der Berufungsinstanz führt.

In der Berufung kann damit die Verteidigung völlig neu gestaltet und der Anklagevorwurf nochmals unter einem anderen Vorzeichen verhandelt werden.

Wichtig: Die Frist zur Einlegung der Berufung ist ausgesprochen kurz. Vom Tag der mündlichen Verkündung des Urteils (gegen das man vorgehen möchte) hat man nur 1 Woche Zeit, schriftlich (oder zu Protokoll der Geschäftsstelle) Berufung einzulegen. Erging das Urteil also an einem Montag, ist die Berufung spätestens am nächsten Montag einzulegen.
Dies sollte man im Zweifel auch tun, denn zum einen ist eine Begründung der Berufung nicht notwendig, zum anderen hemmt  das Einlegen der Berufung die Rechtskraft des ersten Urteils, d.h. eine verhängte Geldstrafe oder Freiheitsstrafe kann vorerst nicht vollstreckt werden. Auch wird bis zum Abschluss der Berufung keine Eintragung ins Führungszeugnis vorgenommen – man gilt weiterhin als unschuldig.

Weitere Informationen zur Berufung

Die Revision ist das letzte – und bei Urteilen des Landgerichts sogar das einzige – Rechtsmittel, mit welchem gegen eine Verurteilung vorgegangen werden kann.

Was viele leider nicht wissen: Die Revision ist ein rein formales Verfahren im Rahmen dessen lediglich überprüft wird ob das Urteil der Vorinstanz (Landgerichts) rechtlich richtig ist. Es geht also um rein juristische Rechtsfragen und nicht etwa wie bei der Berufung (s.o.) um eine neue Bewertung von Zeugenaussagen oder anderer Beweise. Entsprechend wird in der Revision der Prozess der Vorinstanz nicht nochmal komplett aufgerollt, sondern nur am Schreibtisch des Gerichts das vorinstanzliche Urteil auf Verfahrens- oder Rechtsanwendungsfehler geprüft.

Der Revisionsanwalt muss also insbesondere in der Lage sein, reine Rechtsfehler eines Gerichts zu erkennen, was wiederum sehr profunde Rechtskenntnisse, nicht selten sogar wissenschaftliche Expertise erfordert.

Darüber hinaus werden aber seitens der Revisionsgerichte zudem extrem hohe Anforderungen an die rechtliche Begründung einer Revision gestellt, sodass bereits kleinste Fehler des Revisionsanwalts zur Unzulässigkeit und damit zur Bestandskraft des angegriffenen Urteils führen. Deshalb gilt die Revision als das schwierigste Rechtsgebiet im Strafrecht.

Für den Mandanten stellt die Revision daher ein sehr hohes Risiko dar, denn nicht nur muss sein Anwalt – wie oben gezeigt – in der Lage sein, Fehler in einem Urteil zu erkennen, er muss sie auch noch korrekt rügen können, was angesichts der exponentiell übersteigerten Anforderungen der Revisionsgerichte zu einem regelrechten Spießrutenlauf geworden ist.

Ohne jahrelange Erfahrung und vor allem wissenschaftlichem Knowhow ist eine erfolgreiche Revision heutzutage kaum mehr möglich, was auch die erschreckend geringe Erfolgsstatistik von 3 – 10 % belegt.

im Revisionsrecht sind die Fristen ausgesprochen kurz! So muss binnen einer Woche nach Urteilsverkündung bereits Revision eingelegt werden. Das bedeutet, vom Tag der mündlichen Verkündung des Urteils (gegen das man vorgehen möchte) hat man nur 1 Woche Zeit, schriftlich (oder zu Protokoll der Geschäftsstelle) Revision einzulegen – Wurde das Urteil also an einem Montag verkündet, endet die Frist mit Ablauf des nächsten Montags.

Darüber hinaus muss – anders als bei der Berufung – die Revision schriftlich begründet werden. Der Revisionsanwalt muss insbesondere dargelegt, aufgrund welcher konkreter Rechtsfehler das Urteil angefochten wird. Diese Begründungsfrist beträgt lediglich 1 Monat nach Zustellung der schriftlichen Urteilsgründe. Da diese Frist unter keinen Umständen verlängert werden kann (sog. Notfrist), ist die Zeit in derer das gesamte Urteil und das Protokoll der Hauptverhandlung vom Anwalt überprüft werden müssen extrem knapp und erfordert schon allein deshalb kontemporäre Expertise und Erfahrung im Revisionsrecht.

Weitere Informationen   

Anwaltskosten im Strafverfahrn2019-05-04T18:16:38+02:00

Hier finden Sie Antworten auf wichtige Fragen zu Anwaltskosten.

Was kostet mich ein Anwalt im Strafverfahren?
Die einzige richtige Antwort auf diese Frage kann nur sein: Es kommt ganz darauf an!
Während die Kosten für eine Erstberatung grundsätzlich nur in Ausnahmefällen höher sein sollten als 200 Euro, kann eine sachgerechte Verteidigung in einem komplexen Strafverfahren auch schnell einen deutlich höheren Zeit- und damit auch Kostenaufwand erfordern.
Entscheidend ist hier insbesondere Transparenz. Ein seriöser Strafverteidiger wird Ihnen von Anfang an eine ehrliche und dem jeweiligen Verfahrensstadium angepasste Kostenprognose anbieten können.
Leider sind gerade im Strafrecht auch unter den Anwälten mitunter schwarze Schafe unterwegs, welche mit unsauberen Methoden und leeren Versprechungen die Angst der Beschuldigten ausnutzen, um schnelles Geld zu verdienen.
Vorsicht ist geboten, wenn als Vorschuss sehr hohe Summen gefordert werden, dies verbunden mit pauschalen und inhaltsleeren Versprechungen (“Für XY Euro kann ich Sie da rausholen!”) oder angsteinflößenden Drohungen (“Ohne meine Hilfe gibt das mindestens XY Jahre Knast!”). Dies ist umso mehr der Fall, wenn sich der Anwalt noch gar kein Bild von dem konkreten Fall machen konnte, da er bislang keine Akteneinsicht erhalten hat. Wenn man als Mandant auch auf Nachfrage keine konkrete, dem Einzelfall angepasste Einschätzung der Situation erhält, sondern mit allgemeinen Floskeln und Versprechungen abgefertigt wird, ist das Einholen einer seriösen Zweitmeinung dringend zu empfehlen.

Werden die Anwaltskosten ersetzt, wenn ich unschuldig bin?
Leider ist die Erstattung der Kosten einer Strafverteidigung in Deutschland nur in sehr begrenztem Umfang möglich. Selbst bei einem vollumfänglichen Freispruch werden nahezu immer lediglich die (einfachen) gesetzlichen Anwaltsgebühren erstattet, welche regelmäßig nicht ausreichen, um den tatsächlichen finanziellen Aufwand einer hochwertigen Wahlverteidigung auszugleichen.
So bitter es ist: Bei größeren Strafverfahren zahlt man auch als Unschuldiger nicht selten drauf.

Hilft meine Rechtsschutzversicherung?
Die allermeisten Rechtsschutzversicherungen decken die Kosten eines Strafverfahrens gar nicht oder nur in sehr begrenztem Umfang ab. Bei dem Verdacht von Vorsatzstraftaten (nahezu alle Straftaten außer fahrlässiger Körperverletzung oder Tötung und bestimmten Verkehrsdelikten) schließen viele Rechtsschutzversicherungen in ihren Geschäftsbedingungen eine Erstattungsfähigkeit komplett aus. Anders kann es bei beruflichen Rechtsschutzversicherungen bei Vorwürfen im Zusammenhang mit der Berufsausübung sein.

Strafbefehl erhalten2019-05-04T18:17:49+02:00

Hier finden Sie Antworten auf wichtige Fragen bei Erhalt eines Strafbefehls.

Was bedeutet der Erhalt eines Strafbefehls?
Ein Strafbefehl ist keine Geldbuße, er gleicht einer Verurteilung durch ein Strafgericht und ist in den rechtlichen Konsequenzen identisch. Es droht also eine Vorstrafe und damit auch meist ein Eintrag ins Führungszeugnis!
Vorsicht: Man hat nur 2 Wochen Zeit (ab Zustellung im Briefkasten) beim Amtsgericht Einspruch einzulegen, ansonsten wird der Strafbefehl rechtskräftig.

Lohnt sich der Einspruch?
Im Zweifel sollte man besser Einspruch einlegen, da diesen bis zur Gerichtsverhandlung folgenlos (auch in Hinblick auf die Kosten) zurücknehmen, aber nach Ablauf der Zwei-Wochen-Frist nicht mehr nachholen kann.
Ob und inwiefern sich der Einspruch gegen einen Strafbefehl „lohnt“ erfordert im jeweiligen Einzelfall eine qualifizierte Analyse der Akten durch einen erfahrenen Rechtsanwalt.
Auch wenn der Vorwurf an sich stimmt, kann sich der Einspruch lohnen. Insbesondere sind die Geldstrafen oft zu hoch angesetzt. In solchen Fällen kann der Richter gegebenenfalls auch ohne Gerichtsverhandlung die Tagessatzhöhe nach unten anpassen.

Bin ich “vorbestraft”? Droht ein Eintrag ins Führungszeugnis?
Ein Eintrag ins Führungszeugnis erfolgt grundsätzlich bei einer Geldstrafe über 90 Tagessätzen. Bei niedrigeren Geldstrafen kann trotzdem eine Eintragung erfolgen, wenn in letzter Zeit bereits eine weitere Verurteilung erfolgte.
Aber Vorsicht: Es gibt zahlreiche Sondervorschriften und Ausnahmen, so dass im Einzelfall anwaltlicher Rat eingeholt werden sollte.

Welche weiteren Folgen drohen?
Neben der eigentlichen Geldstrafe im Strafbefehl drohen häufig weitere Folgen, welche meistens nicht direkt ersichtlich sind.
Bei Straftaten im Straßenverkehr und/oder im Zusammenhang mit Drogen oder Alkoholdroht droht anschließender Führerscheinentzug durch die Fahrerlaubnisbehörde.
Noch kritischer wird es bei Sportschützen oder Jägern: Selbst bei kleinsten Verfehlungen droht ein Entzug der Waffenbesitzerlaubnis.
Ganz besonders gefährlich können Verurteilungen für Beamte, Angehörige von Kammerberufen (Ärzte, Psychotherapeuten etc.) oder Personen in der Ausbildung von Kindern und Jugendlichen sein – hier droht schlimmstenfalls Entlassung oder ein (faktisches) Berufsverbot.
In all diesen Fällen sollte man auch beim Strafbefehl unbedingt anwaltlichen Rat einholen, bevor dieser rechtskräftig wird und der Eintritt der drohenden Folgen damit deutlich schwerer vermeidbar ist.

 

Anklageschrift erhalten2019-05-04T18:18:44+02:00

Hier finden Sie Antworten auf wichtige Fragen bei Erhalt einer Anklageschrift.

Was bedeutet der Erhalt einer Anklage?
Eine Anklage erfolgt nur, wenn die Staatsanwaltschaft hinreichend überzeugt ist, dass es in einem Gerichtsverfahren zu einer Verurteilung kommen wird. Sie sagt aber nichts darüber aus wie gründlich gegen den Beschuldigten ermittelt wurde und ob es im Rahmen einer Gerichtsverhandlung tatsächlich auch zu der von der Staatsanwaltschaft angestrebten Verurteilung kommen wird. Dementsprechend ist es auch nicht zu spät, das Ruder noch herumzureißen.

Kann ich eine Gerichtsverhandlung noch vermeiden? Wie kann ich Zeugen benennen und Beweise beantragen?
In jedem Fall muss man schnell handeln, da die Möglichkeiten hierzu nur binnen sehr kurzer Frist (meist 1 -2 Wochen) möglich sind.
Wie umfassend die Ermittlungen geführt wurden, kann man den in der Anklage benannten Beweismitteln entnehmen. In komplizierteren Fällen wird das wesentliche Ergebnis der Ermittlungen noch einmal in einem gesonderten Abschnitt der Anklage zusammengefasst.
Durch Antrag an das Gericht kann die Vernehmung von Zeugen oder sonstige weitere Ermittlungen beantragt werden. Allerdings wird man als Angeschuldigter ohne Kenntnis der Ermittlungsakte und des Strafrechts hiervon überfordert sein.
Nach Zustellung einer Anklageschrift (erfolgt immer förmlich im gelben Couvert) sollte man sich daher sofort und noch vor Fristablauf an einen ausgewiesenen Fachanwalt für Strafrecht wenden – am besten mit speziellem Schwerpunkt im entsprechendem Fachbereich. Der Anwalt kann dann Akteneinsicht und Fristverlängerung beantragen, so dass wichtige Beweiserhebungen nachgeholt und die Anklage vielleicht noch abgewendet werden kann.

Brauche ich einen Anwalt? Bekomme ich einen Pflichtverteidiger?
Wird man zeitgleich mit Anklagezustellung dazu aufgefordert einen Pflichtverteidiger zu benennen, so ist damit kein spezieller (auf Pflichtverteidigungen spezialisierter) Anwalt gemeint. Vielmehr bedeutet dies, dass das Gericht nach erster Bewertung der Aktenlage davon ausgeht, dass die Straferwartung im Falle einer Verurteilung deutlich mehr als 6 Monate Freiheitsstrafe betragen könnte und das Gesetz es daher als verpflichtend vorsieht, dass man in diesem Fall einen Anwalt (Strafverteidiger) beiseite hat (daher der Begriff „Pflichtverteidiger“). Die Benennung eines Pflichtverteidigers, der übrigens jeder beliebige Anwalt sein kann, ist daher nur nötig, falls noch kein Anwalt für einen tätig ist oder man keinen Anwalt umgehend selbst beauftragt (sog. Wahlverteidiger).
In diesem Zusammenhang ist dringend darauf hinzuweisen, sich seinen Anwalt unbedingt selbst zu suchen und dies – sofern noch nicht geschehen – binnen weniger Tage zu tun. Denn unterlässt man es dem Gericht mitzuteilen, von wem man vertreten wird oder gerne vertreten werden möchte, ordnet das Gericht einen Pflichtverteidiger bei und dabei nicht selten einen  Anwalt, der dem Gericht keine Schwierigkeiten macht (meist weil er wirtschaftlich auf solche Beiordnungen angewiesen ist).
Kontaktieren Sie daher unbedingt selbst einen erfahrenen Strafverteidiger. Sie sind bei der Wahl Ihres (Pflicht-)Verteidigers nicht beschränkt, auch nicht auf Rechtsanwälte aus dem Gerichtsbezirk. Die meisten renommierten Verteidiger sind daher bundesweit tätig, in geeigneten Fällen auch als Pflichtverteidiger.
Der Erhalt einer Anklageschrift ist stets ernst zu nehmen, die weit überwiegende Zahl der zur Anklage gelangten Strafverfahren enden mit Verurteilungen. Man sollte daher bei Erhalt einer Anklage in jedem Fall anwaltlichen Rat einholen – und sei es auch “nur” eine unverbindliche Erstberatung.

Vorladung zur Vernehmung2019-05-04T18:20:25+02:00

Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen zu Vorladungen zur Vernehmung bei der Polizei oder der Staatsanwaltschaft.

Muss ich erscheinen oder aussagen?
Wird man einer Straftat beschuldigt ist man definitiv nicht verpflichtet, polizeilichen Vorladungen Folge zu leisten oder gar auszusagen. Dies ist auch definitiv nicht zu empfehlen, da die Polizei durch den Überrumpelungseffekt Informationen gewinnen will und im Zweifel alles gegen einen verwendet werden wird.
Genau deshalb erwecken aber polizeiliche Vorladungen oft den Eindruck, man sei als Beschuldigter zum Erscheinen verpflichtet. Dem ist nicht so!
Erst recht besteht keine Pflicht zur Aussage als Beschuldigter, im Gegenteil hat man immer das Recht zu schweigen.
Anders sieht es bei Zeugen aus – seit einer Gesetzesänderung Ende 2017 ist man grundsätzlich dazu verpflichtet, auf Ladung vor „Ermittlungspersonen der Staatsanwaltschaft“ (d. h. konkret bei der Polizei) zu erscheinen und zur Sache auszusagen; aber nur wenn der Vernehmung und Ladung ein konkreter Auftrag der Staatsanwaltschaft zugrunde liegt! An einem solchen scheitert es nicht selten. Die Vorladungen sind aber oft absichtlich missverständlich formuliert, sodass man fälschlicherweise den Eindruck erhält zum Erscheinen verpflichtet zu sein.
Generell gilt: Gerade wenn seitens Polizei und Staatsanwaltschaft starker Druck aufgebaut wird, ist es grundsätzlich empfehlenswert einen im Strafrecht erfahrenen Rechtsanwalt zu konsultieren! Dies gilt gerade dann, wenn die Polizei überraschend zu Hause auftaucht, anruft oder sehr kurzfristig und ohne konkretere Angaben zu Vernehmungsterminen läd.

Wie kann ich erfahren worum es geht?
Oft steht bereits ein Hinweis auf der Vorladung. Wenn nicht, kann ein Anruf bei dem polizeilichen Sachbearbeiter zwar Aufschluss geben, hiervon ist aber dringend abzuraten! Denn die Polizei ist dazu verpflichtet, sämtliche Erkenntnisse zu protokollieren und an die Staatsanwaltschaft weiterzugeben, auch wenn sich dieses Wissen aus einem scheinbar netten “Smalltalk” entwickelt hat. Dies ist sogar als Strategie sehr beliebt, denn bei solchen “Spontanäußerungen” außerhalb einer förmlichen Vernehmung muss der Beschuldigte noch nicht einmal belehrt werden. Außerdem kann die Polizei in einem sog. “Eindrucksvermerk” vermeintlich verdächtiges Verhalten des Beschuldigten festhalten.
Als Beschuldigter sollte man daher jeglichen persönlichen / direkten Kontakt mit den Ermittlern vermeiden und dem Anwalt überlassen! Dieser kann meistens auch schnell herausfinden, worum es geht.

Was passiert, wenn ich nicht komme? Kann ich den Termin verschieben?
Als Beschuldigter steht es einem völlig frei, zur Vernehmung zu erscheinen oder nicht. Man muss Anrufe der Polizei auch nicht beantworten und sollte hier auch allenfalls höflich antworten, dass man sich nicht äußern will.
Aber auch wer als Zeuge erstmalig unentschuldigt nicht zur Vernehmung erscheint, hat in den seltensten Fällen irgendwelche Konsequenzen zu befürchten. Eine förmliche Ladung unter Androhung von konkreten Konsequenzen (meist zunächst allenfalls ein kleines Ordnungsgeld, keine Ordnungshaft) erfolgt regelmäßig erst nach dem ersten unentschuldigten Fernbleiben.
Den Termin verschieben kann man grundsätzlich immer, besonders wenn ein nachvollziehbarer Grund vorliegt. Hier empfiehlt es sich aber, unnötigen Small-Talk mit der Polizei oder gar Angaben zur Sache zu vermeiden. Sicherer ist eine Absage per Brief, Email oder Fax.
Wenn die Polizei scheinbar dringend mit Ihnen reden will, sollten man gründlich überlegen warum dies so ist. Man kann schneller vom Zeugen zum Beschuldigten werden als man denkt. Wichtig: Auch als Zeuge kann man sich jederzeit eines Rechtsanwaltes als Zeugenbeistand bedienen.

Bin ich Beschuldigter oder Zeuge? Brauche ich einen Anwalt?
Wenn man als Beschuldigter zur Vernehmung geladen ist, sollte man immer zumindest ein Erstgespräch mit einem Anwalt führen. Aber auch bei einer Ladung als Zeuge kann sich eine anwaltliche Erstberatung lohnen, insbesondere wenn man sich durch eine Aussage potentiell selbst der Gefahr einer Strafverfolgung aussetzen könnte.
Die Polizei greift übrigens nicht selten gerade auch dann auf Ladungen als „Zeuge“ zurück, wenn sie insgeheim davon ausgeht, dass der Zeuge womöglich mit der Tat zu tun haben oder es sich sogar um den noch unbekannten Täter handeln könnte.

Was ist eine “erkennungsdienstliche Behandlung”? Was kann ich dagegen tun?
Der Anordnung einer erkennungsdienstlichen Behandlung ist grundsätzlich Folge zu leisten. Allerdings sind diese nicht selten rechtswidrig – eine rechtliche Überprüfung durch die Gerichte ist möglich und in vielen Fällen sinnvoll.  Wichtig: Man hat als Betroffener zu jedem Zeitpunkt das Recht einen selbst gewählten Anwalt beizuziehen. Hieraus dürfen dem Beschuldigten keine Nachteile entstehen oder angedroht werden!
Einen angeordneten Termin verschieben kann man grundsätzlich immer, besonders wenn ein nachvollziehbarer Grund vorliegt. Ohne vorherige anwaltliche Beratung sollte man niemals zu einer “erkennungsdienstlichen Behandlung” erscheinen!
Denn für den Beschuldigten sind die Polizisten keine Freunde – so freundlich sie sich auch verhalten mögen. Gerade die Prozedur der “ED-Behandlung” wird oft dazu genutzt, durch scheinbar harmlosen Small-Talk mit dem Beschuldigten ohne vorherige Belehrung wichtige Informationen für die weitere Strafverfolgung zu gewinnen. Bei allen Äußerungen zu einem strafrechtlichen Vorwurf ist aber höchste Vorsicht geboten, denn als Beschuldigter kann man zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht wissen, was einem konkret zur Last gelegt wird, was die Ermittlungsbehörden tatsächlich wissen, welche echten oder vermeintlichen Beweise vorliegen, was etwaige Zeugen ausgesagt haben und was für Folgen damit letztlich im Raum stehen.

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Erfolg im Strafrecht steht und fällt

mit der Wahl des richtigen Anwalts

Erfolgreiche Vertretung im Sexualrecht hängt entscheidend von den Fähigkeiten des Anwalts ab. Denn die Materie ist gerade in Bezug auf die interdisziplinären Fachbereiche wie Aussagepsychologie, Vernehmungs-lehre, Rechtsmedizin oder IT so komplex, dass es sich – ähnlich wie in der Medizin – dringend empfiehlt, einen erfahrenen Spezialisten zu beauftragen oder hinzuzuziehen.
Unsere Kanzlei hat sich bereits lange vor „Nein-heißt-Nein“ oder #metoo einen bundesweit bekannten Namen bei der Vertretung von Sexualdelikten gemacht:
Mit ausgewiesenen Spezialisten wie Rechtsanwalt Dr. Stevens, der sich als einer der ersten Anwälte überhaupt auf das Sexualrecht spezialisiert hat und in diesem Bereich auch als Dozent (u.a. an der Deutschen Richterakademie) tätig ist, oder Rechtsanwalt Florian Zenger, der ehemals als Staatsanwalt u.a. für Sexualdelikte bei der Staatsanwaltschaft München tätig war, garantieren wir unseren Mandanten exzeptionelles Fachwissen und Erfahrung.
Denn in keinem anderen Rechtsbereich bestehen so viele Freiheiten und Ermessensspielräume, sodass der Ausgang einer sexualbezogenen Anschuldigung fast immer offen ist!
Unsere Kanzlei hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, mit unserer kontemporären Expertise und – wenn nötig – mit allen zur Verfügung stehenden rechtlichen Mitteln für unsere Mandanten zu kämpfen und erzielen dabei regelmäßig überdurchschnittliche Ergebnisse.

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